Buenos Días, Alaaf & liebe Grüße vom Moctezuma

Buenos Días, Alaaf & liebe Grüße vom Moctezuma!
 
 

 

Es ist 7 Uhr morgens. In Kölle ziehen jetzt schon längst die Jecken durch die Straßen, verteilen fleißig Bützje, die Bürohengste umklammern in dunkler Vorahnung ihre Krawatten und der Geruch von Kölsch und Klopfern liegt in der Luft. Hier, im Distrito Federal, das die Mexikaner liebevoll "El Defectuoso" nennen, erwacht langsam erst die Stadt zum Leben. Draußen mischt sich fröhliches Vogelgezwitscher mit dem ansteigenden Lärm der Müllabfuhr, klirrenden Flaschen und hupenden Autos während sich durch die herunter gelassenen Jalusien die Sonne andeutet :) Ich finde, da kann man mal die top 50 Karnevalshits anschmeißen! Wie zur Bestätigung lässt irgendwo im Haus ein Nachbar genau in diesem Moment einen richtigen Prachtschnäuzer los, so dass ich kurz einen verwirrten Blick zur Seite werfe. :D
Dass der Reisebericht etwas auf sich hat warten lassen, hat damit zu tun, dass die letzten Tage eine ganz schöne Gefühlsachterbahnfahrt waren. Ich illustriere das mal kurz: Ankunft, riesiges Glück, Herzklopfen, Dauergrinsen, Vorfeude, klick klick macht die Kamera. Nächster Tag, Selbstzweifel, die felsenfeste Überzeugung, dass diese ewig bestehen werden, offensive Defensive meiner Umwelt gegenüber, natürliche Reaktionen meiner Umwelt darauf, das Gefühl alles ist ungerecht und ich hab Sand im Po, Panik, sooo klein in sooo einer großen Welt zu sein und Ratlosigkeit, wie ich da je wieder rauskomme. Denn, wenn man schon im Karibikparadies ist, wo soll man dann noch hin? Das klingt jetzt alles sehr drastisch. War es auch, es war aber auch wunderschön, sowas wechselt sich ja immer ab irgendwie... Bald werdet ihr Fotos sehen, die von den Momenten erzählen, wo es wordwordly klick gemacht hat ;) 
Das Sahnehäubchen meines Kampfes mit mit selber, der sich in einer 28-stündigen Busfahrt von Yucatán nach Mexiko City hochschaukelte, bei der gefühlte Minusgrade (dank dem Luxus der Klimaanlage) herrschten, ließ in Form Moctezumas Rache grüßen - wer kennt die?   Die ist ziemlich beschissen. Am Ende blieb mir nichts anderes übrig, als bei meiner Freundin Lore, wegen deren Hochzeit ich nach Mexiko gekommen bin, für anderthalb Tage die Toilette zu belagern und mich auszuruhen. 
 VORHER

VORHER

 NACHHER

NACHHER

Tja, und dann kam heute :) 
Kennt ihr diese Tage, an denen ihr keinen Wecker braucht? Ne, ihr wacht ganz allein von einem richtig schönen Traum auf und fühlt euch eingemuckelt und glücklich? Kein Stress mit der Welt, einfach nur die Sicherheit, dass alles easy ist, alle eure Vorfahren euch innen drin anfeuern, die Liebe nicht wehtut und dieser Planet ein absolut geiler Ort ist, der darauf wartet, von euch unsicher gemacht zu werden?  So fühl ich mich gerade :)
Aber wenn sich im Traum Tash Sultana und Oma mit einer Hightech Analogknipse aneinander reihen, wundert es ja eigentlich kaum.   :)
 
 
 
Bis später, gotta go!!!! Viele Besitos und Sonne zu euch!